Was ist Kurkuma und wie baue ich Kurkuma erfolgreich an?

Kurkuma selbst anbauen, ist das möglich?

Kurkuma kennt man in Deutschland hauptsächlich im Curry. Es verleiht ihm die typisch gelbe Farbe. Mittlerweile gilt es nicht nur als leckeres Gewürz, sondern auch als Heilmittel. Dies ist in der chinesischen und indischen Kultur schon längst bekannt und eingesetzt und wird auch hierzulande immer beliebter. Ist es möglich, Kurkuma auch in Deutschland selbst anzubauen? Wie kann man es anschließend verarbeiten und einsetzen?

Was ist Kurkuma?
Es ist auch unter dem Namen Gelbwurz bekannt und kommt ursprünglich aus Asien. Verwertet wird die Wurzel mit dem Wirkstoff Curcumin. Kurkuma ist ein Ingwergewächs und hat einen scharf- bitteren Geschmack, der in der Natur ursprünglich dazu dient, Fressfeinde abzuhalten.

Warum sollte ich Kurkuma selbst anbauen?
Kurkuma ist im Handel teuer. So stellt sich die Frage, ob es eine Alternative ist, sich Kurkuma zu Hause selbst anzubauen und zu verarbeiten. Schafft man die richtigen Bedingungen, ist dies durchaus möglich.
Kurkuma vermehrt sich nicht über Blüten, sondern über die Wurzel, also Teilung. Ableger wachsen aus den sogenannten Rhizomen, die auch als Gewürz und Heilmittel verwendet werden. Im Handel gibt es Kurkumawurzeln. Am besten kauft man sie in Bio- Qualität. Samen sind schwer zu bekommen.

Wie baue ich Kurkuma erfolgreich an?
Beginnen sollte man Anfang des Jahres. Die Wurzel wird einfach über Nacht in Wasser eingeweicht und eine Zeit lang an einem nicht zu feuchten Lagerungsort abgelegt. Es wird nicht lange dauern, bis es keimt, sich also grüne Ableger an der Wurzel bilden.
Nun kann es in die Erde gesetzt werden. Kurkuma wächst auch in die Breite. Deshalb sollte das Gefäß einen ausreichenden Durchmesser und ungefähr ein Fassungsvermögen von 15 l haben. Es wird mit Erde gefüllt und die Wurzel hineingegeben. Der Keimling muss ein Stück aus der Erde ragen.
Am besten stellt man das Gefäß anschließend auf die Fensterbank. Wichtig ist, dass der Standort halbschattig ist und nicht kälter als Zimmertemperatur wird. Die Erde muss feucht gehalten werden, jedoch zwischendurch immer wieder antrocknen, damit die Wurzeln genug Luft bekommen. Es darf sich keine Staunässe bilden, da sonst Schimmel entstehen kann.
Im Frühling und Sommer sollte die Kurkuma alle 3 Monate mit Flüssigdünger gegossen werden. Im September braucht die Pflanze keinen Dünger mehr. Nach einiger Zeit wird eine Pflanze mit Blüten und Blättern wachsen. Sind diese verwelkt, kann die Wurzel geerntet werden. Dazu wird die Pflanze abgeschnitten und die Wurzel ausgegraben. Diese kann zwischen 1,5 und 3 kg wiegen.

Die Überwinterung
Zur Überwinterung verwendet man nur die nicht verwendeten Wurzeln, die wieder in trockene Erde eingegraben und bei Zimmertemperatur gelagert werden. Dann können diese im Frühjahr wieder vermehrt werden.

Kurkuma im Garten
Kurkuma kann auch im Frühjahr im Garten angepflanzt werden. Dabei ist es wichtig, dass die Wurzel bereits im Haus vorgezogen wird, damit sie die Außentemperaturen übersteht. Wichtig ist auch hier, dass wenn man die Pflanze anschließend im Garten setzt, die Temperatur relativ konstant ist und die Pflanze nicht direkt in der Sonne steht. Auch eine gleichbleibende Feuchtigkeit braucht sie. Dazu muss sie regelmäßig gegossen werden. Im Herbst, nachdem die Blüten und Blätter abgefallen sind, kann dann die Wurzel geerntet werden.

Lagerung von Kurkuma
Wenn die Wurzel ausreichend von der Erde befreit ist, gibt es zwei Möglichkeiten, sie zu verwenden. Entweder sie wird frisch in Gerichte gerieben, dann wird sie dunkel und trocken gelagert oder bei 50 Grad für ca 2 Stunden im Ofen getrocknet und anschließend zu Pulver gemahlen. Zu empfehlen ist, dass nach 2 Wochen auf jeden Fall Pulver aus der Wurzel entsteht, um einen Schimmelfall und erneutes Keimen zu vermeiden. Das Pulver sollte auch trocken und dunkel gelagert werden.

Wie kann ich Kurkuma in der Küche einsetzen?
Kurkuma schmeckt kräftig, scharf- bitter und ist ein typisches Gewürz für die indische und asiatische Küche. Aber auch in weiteren Reis-, Kartoffel- und Nudelgerichten oder als Bestandteil eines Salatdressings oder Smoothies eignet sich Kurkuma.
Kurkuma braucht im Körper Fett, um aufgenommen zu werden. Mit dem Wirkstoff von schwarzen Pfeffer, dem Piperin, wird die heilsame Wirkung zusätzlich verstärkt. Auch das ist nicht wasser- sondern im Körper nur fettlöslich. So lässt sich ein Kurkumaöl herstellen, das zum Anbraten verwendet oder über die Gerichte geträufelt werden kann.
Ein berühmtes Rezept mit Kurkuma ist die Goldene Milch. Hierfür wird eine Tasse Milch mit einem Teelöffel Kurkuma versetzt und erwärmt.

Was bewirkt Kurkuma im Körper?
Hauptsächlich wird die entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung von Kurkuma geschätzt. So kann es bei Arthritis, Darmproblemen und chronischen Atemwegserkrankungen eingesetzt werden. Es bindet zusätzlich das Cholesterin, das sich sonst in den Gefäßwänden ablagert und schlimmstenfalls Schlaganfälle und Herzinfarkte auslösen würde. Auch Krebs soll sich nicht entwickeln können, da die Zellen stabilisiert und Tumorzellen am Wachstum gehindert werden können. Wenn man unter Verstopfung oder Sodbrennen leidet, mildert dies der Wirkstoff Curcumin ebenso ab.
Sogar beim Abnehmen soll Kurkuma helfen, da es durch seine enthaltenen Bitterstoffe den Appetit hemmt und den Stoffwechsel durch die enthaltene Schärfe anregen kann. Kurkuma wird mittlerweile als sogenanntes Superfood eingestuft. Das bedeutet, dass es viel Positives im Körper bewirken kann. Wahrscheinlich wird durch die vermehrte Nachfrage letztendlich auch der Preis weiter steigen. So ist der eigene Anbau eine gute Alternative, das Gewürz gesund und günstig zur Verfügung zu haben.

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